Hochschulpolitik

Die Hochschullandschaft befindet sich bundesweit in einem der größten Umstrukturierungsprozesse ihrer Geschichte. Mit der flächendeckenden Einführung des Bachelor/Master-Systems im Rahmen des Bologna-Prozesses wird die Grundlage für ein modernes, internationales und flexibles Studium geschaffen. Die Hochschulen werden damit in die Lage versetzt, auf die Anforderungen der Globalisierung und Internationalisierung zu reagieren.

Zeitgleich sehen sich die Hochschulen jedoch einem immensen Kostendruck gegenüber. Den ohnehin schon chronisch unterfinanzierten Hochschulen werden weiter die Mittel für Forschung und Lehre gekürzt, so dass alle Reformprozesse aus laufenden Haushaltsmitteln bestritten werden müssen.

Nun sollen, um die dringend erforderliche Verbesserung der finanziellen Situation der Hochschulen und der Studienbedingungen zu erreichen, in vielen Bundesländern allgemeine Studiengebühren in Höhe von zumeist 500 Euro eingeführt werden und die Studierenden damit die staatlich verschuldete Unterfinanzierung der Hochschulen selbst ausgleichen.

In Hamburg hat die CDU-Regierung das sogenannte „Studienfinanzierungsgesetz“ am 28.06.2006 in der Bürgerschaft beschlossen. Ab dem Sommersemester 2007 kostet ein Studium in Hamburg nun für alle Studierenden ca. 750 Euro/Semester (500 Euro Studiengebühren + 50 Euro Verwaltungsgebühren +  Semesterticket, Beiträge zum Studierendenwerk und zur Verfassten Studierendenschaft).