Pressemitteilung des AStA der Universität Hamburg zur Wahl des neuen Präsidenten der Universität Hamburg

Montag, 23. November 2009

ZUR WAHL DES NEUEN UNI-PRÄSIDENTEN

ZUKUNFT DER UNIVERSITÄT NICHT GEFÄHRDEN

Am Freitag haben Hochschulrat und Akademischer Senat Dieter Lenzen zum neuen Präsidenten der Uni Hamburg gewählt. Zuvor wurde der Kandidat in einer fast 5-stündigen Sitzung vom Akademischen Senat (AS) angehört. Danach wurde Lenzen mit großer Mehrheit (14:2:1) vom AS bestätigt. Die Wahl des Präsidenten wurde von Protesten begleitet. Diese richteten sich gegen den Kandidaten sowie gegen das Wahlverfahren generell.

Dabei ist Kritik an dem Verfahren berechtigt.

AStA-Vorsitzender Séverin Pabsch:

„Das Verfahren zur Findung des Präsidenten ist weder transparent gestaltet noch den Mitgliedern der Universität vernünftig kommuniziert worden. Viele Mitglieder waren völlig uninformiert und fühlten sich zu Recht übergangen“, sagt Pabsch.

„Im Rahmen der Neuerung des Hamburger Hochschulgesetzes bedarf auch dieser Punkt dringend der Veränderung. Dabei steht die Frage nach der Kompetenzverteilung zwischen Hochschulrat und dem Akademischen Senat im Mittelpunkt“, so Pabsch weiter.

Allerdings muss das Verfahren vom Kandidaten getrennt werden. Der Kandidat selbst kann für den Wahlprozess nichts.

„Dem gewählten Kandidaten darf das Verfahren nicht zur Last gelegt werden“, so Pabsch. „Die Entscheidung der Gremien muss akzeptiert werden.“

So überzeugte Lenzen in einer 5-stündigen Sitzung die große Mehrheit des Akademischen Senats, darunter auch anfängliche KritikerInnen.

„Wenn man dem Kandidaten aufgrund des Wahlverfahrens eine echte Chance für erfolgreiche Arbeit verweigert, gefährdet man nicht nur die unmittelbare Zukunft der Universität, sondern prinzipiell ihre Existenz“, so Pabsch.

Nun muss eine geordnete Diskussion über zukünftige Verfahren und die anstehenden Aufgaben des neuen Präsidenten geführt werden.

„Auf Herrn Lenzen warten viele und schwierige Aufgaben“, sagt Pabsch. „Die Reformierung des Bachelor-/Master-Systems, insbesondere die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, die Entschlackung der Studiengänge und mehr Freiheit in den neuen Studiengängen zu schaffen, steht unmittelbar an. Auch die Öffnung der Hochschule, die Stärkung der akademischen Selbstbestimmung und eine vernünftige Ausfinanzierung der Universität sind die großen Baustellen“, so Pabsch. „Dabei muss Herr Lenzen alle Mitglieder der Universität mit einbeziehen und integrativ arbeiten“.

 

RÜCKFRAGEN beantworten gerne:

Aleksandra Szymanski

040/450204-27

E-Mail: aleksandra.szymanski[at]asta-uhh.de  

 

Séverin Pabsch

040/450204-28

E-Mail: severin.pabsch[at]asta-uhh.de