Wiedereröffnung der Schulden- und Vermögensuhr

Aufruf zur Kundgebung am Freitag, den 26.01.2018, 16 Uhr, Uni-Hauptgebäude Vorplatz, ESA 1

„82 Prozent des globalen Vermögenswachstums gingen im letzten Jahr an das reichste Prozent der Weltbevölkerung, während das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung stagnierte.“ 

Oxfam Deutschland: „Der Preis der Profite“, 22.01.2018

„Die Schöpfer*innen des Reichtums sind wir. (…) Das gesellschaftliche Leben, sinnvolle Arbeit und Kultur könnten überall prosperieren. Aber der tagtäglich durch die Arbeit und das vielfältige soziale und kulturelle Engagement der Vielen erarbeitete materielle und geistige Reichtum dient immer weniger der Wohlfahrt und Entfaltung der ganzen Gesellschaft. Er verkommt zu obszönen Profiten und gesellschaftlicher Macht in den Händen weniger.“        

Hamburger Manifest gegen Austerity: „Die Schuldenbremse abschaffen: Sozialer Fortschritt in globaler Solidarität!“, beschlossen im Studierendenparlament der Uni Hamburg am 26.09.2017

Die soziale Ungleichheit ist politisch hergestellt. Die Politik zur Sicherung der Profitmaximierung Weniger hat in den letzten Jahrzehnten großen Schaden angerichtet und dieses Ungleichverhältnis zugespitzt – mit Steuererleichterungen für Superreiche, Lohndrückerei durch Hartz IV, Leih- und Kurzarbeit, Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge und Deregulierungen. Die öffentlichen Bereiche wurden dem Dogma der Ökonomisierung und der Effizienz unterstellt. Für die Wissenschaft bedeutete das, Bachelor-Master, Drittmittel-Fixierung, Top-Down-Strukturen mit Hochschulrat, Studiengebühren.
Die Kritik an dieser Politik, die in die aktuell tiefe Krise geführt hat, ist groß. Verbesserungen wurden begonnen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, durchzusetzen, dass der enorme gesellschaftliche Reichtum zum Wohl aller gebraucht und massiv umverteilt wird.
Dagegen wird der Mythos verbreitet, es sei nicht genug Geld für einen umfassenden Sozialstaat oder für öffentliche Ausgaben in die Daseinsvorsorge da. Genau das Gegenteil ist der Fall: Es gibt keine soziale Progression, die beim aktuellen Stand des gesellschaftlichen Reichtums nicht verwirklicht werden könnte. Die verordnete Bescheidenheit kann also gut verlassen werden.
Zur Aufklärung und als Aufruf zu erweiterten Ansprüchen stellt die Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) und der AStA der Uni Hamburg  dafür eine Schulden- und Vermögensuhr vor dem Uni-Hauptgebäude (ESA 1) auf. Auf der Schulden- und Vermögensuhr werden die öffentlichen Schulden der Stadt Hamburg dem privaten Vermögen des reichsten Zehntel der Hamburger*innen gegenüber gestellt. Die Schulden sind nicht niedrig, aber der private Reichtum ist demgegenüber riesig und wächst enorm schnell. Lösungsvorschläge liegen auf der Hand. Mit einer Kundgebung eröffnen wir die Schulden- und Vermögensuhr am Freitag, den 26.01.2018, um 16 Uhr auf dem Vorplatz des Uni-Hauptgebäudes (ESA 1) wieder. Alle sind herzlich dazu eingeladen!
Im Anschluss an die Kundgebung findet ein gemeinsamer Ausklang im Café Knallhart (HWP, Von-Melle-Park 9) mit Suppe und Getränken für alle statt.
Zum Mitwirken an der Kampagne gegen die Schuldenbremse sind alle zum nächsten Anti-Austerity-Aktiventreffen am Mittwoch, den 31.01.2018, um 19 Uhr, im AStA-Trakt eingeladen.

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Wiedereröffnung der Schulden- und Vermögensuhr
Freitag, den 26.01.2018, 16 Uhr, Uni-Hauptgebäude Vorplatz, ESA 1