Die Politkneipe geht an den Start!

Veranstaltungen zur Einführung in die Gesellschaftskritik in den Freiräumen der Uni Hamburg

Ihr wollt in Wohnzimmeratmosphäre über Grundlagen linker Gesellschaftskritik - von Kapitalismus über die Bedeutung von Geschlecht bis hin zu Rechtspopulismus - diskutieren?

Dann kommt zur neuen Politkneipe! Diese findet einmal im Monat donnerstags ab 18:30 Uhr in einem studentischen Freiraum der Uni Hamburg statt: Von Oktober bis Dezember in der T-Stube (zu finden im Pferdestall, Gebäude AP1, erster Stock). Im Januar findet die "Politkneipe goes Üterus" im Freiraum des Überseering 35 (im Untergeschoss neben der Mensa) statt.

Die Inputs werden viel Wert auf eine gemeinsame Diskussion legen (bei der man sich je nach Geschmack beteiligen oder aber berieseln lassen kann). Danach kann bei Bier oder Limo zusammen mit etwas Musik entspannt untereinander und mit den Referent:innen geschnackt oder weiterdiskutiert werden.
Egal ob ihr euch schon länger mit linker Gesellschaftskritik befasst oder euch zum ersten Mal mit solchen Themen auseinandersetzen wollt, kommt vorbei und diskutiert mit!



Do | 15.11.18 | 18:30 | T-Stube

Esoterik?
Nicht von dieser Welt? Zur Attraktivität der Esoterik


Esoterik gilt vielen als die unorganisierte, postmoderne und pluralistische Form der "Spiritualität". Also als harmlose Spinnerei und uninteressante Privatsache, die im Vergleich zu den großen Erlösungsreligionen keinen größeren Schaden anrichtet. Warum Linke Wünschelruten, Tarotkarten, Waldorf-Schulen, Ufos und Blutreinigungs-Diäten nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten, wollen wir auf dieser Veranstaltung zeigen. Aber auch erklären, warum Leute dieses und anderes irrationale und pseudo-rationale Zeug überhaupt attraktiv finden.

Mit Gruppen gegen Kapital und Nation

 

 

Do | 06.12.18 | 19:00 | T-Stube

Geschlecht?
Zum Verhältnis von Nation und Gender in der BRD

Vor dem Gesetz in Deutschland sind "Mann" und "Frau" gleich. Nahezu alle Gesetze sind geschlechtsneutral formuliert. Das Bundesverfassungsgericht hat die Politik kürzlich auf die Einführung eines dritten Geschlechtseintrags verpflichtet - und sogar angeregt, auf die Kategorie Geschlecht ganz zu verzichten. Die Bundesregierung erwägt jedoch diese Möglichkeit gar nicht erst und tut sich schon mit der dritten Geschlechtskategorie schwer. Es scheint so, als ob die Politik bei all ihrer Gleichstellungspolitik "Mann" und "Frau" und deren vermeintlichen Unterschiede zu schätzen weiß. In diesem Workshop wollen wir mit euch diskutieren, warum - trotz rechtlicher Gleichberechtigung, Wahlfreiheit und staatlichem Gender Mainstreaming - es in der gesellschaftlichen Positionierung einen Unterschied macht, ob und wenn ja, in welches der beiden offiziell erlaubten Geschlechter eine Person sortiert wird. Insbesondere werden wir den Fragen nachgehen, welche Rolle dabei die "deutsche Nation" spielt, wie sich die Parteien von den Grünen bis zur AfD zur Genderfrage stellen und welchen Einfluss staatliche Regulierungspolitiken haben.

Mit ReferentInnen der feministischen Gruppe riff - Risse im falschen Film (Mehr Infos: www.riffhb.wordpress.com )

 

 

Do | 17.01.18 | 18:30 | Politkneipe goes Üterus

Kapitalismus?
Einführung in die Kapitalismuskritik

"Produktiver Arbeiter zu sein ist kein Glück, sondern ein Pech" (Marx)(Drohende) Arbeitslosigkeit, ein Arbeitsplatz, an dem man einiges an körperlichen und psychischen Stress auszuhalten hat und eine Freizeit, in der man zu fertig ist oder zu wenig Geld hat, um sie für sich zu nutzen; dies alles sind Sachen, mit denen die meisten Menschen irgendwann mal Bekanntschaft machen. Das ist die Konsequenz einer Gesellschaft, in der man gesetzlich verpflichtet ist, sich als Eigentümer aufeinander zu beziehen (Verträge eingehen, mit Geld einkaufen etc.) und dabei über kein nennenswertes Eigentum verfügt. Man ist dann gezwungen als Lohnarbeiter seine Dienstbarkeit einzutauschen gegen Geld. Ob man dann Geld zum Leben hat und wieviel, ist so voll dadurch bestimmt, was die sogenannte "Wirtschaft" (die Unternehmen) will und hinbekommt: Geld investieren, damit am Ende mehr raus kommt und das immer wieder und im größeren Maßstab.

In dem Workshop sollen einige Prinzipien des Kapitals dargestellt werden und wie dabei die Lohnarbeit und deren menschliche Träger, die Arbeiter vorkommen. Dabei sollen auch einige fehlerhafte Kritiken des Kapitals zur Diskussion gestellt werden. Nicht zuletzt soll gefragt werden, ob der Staat nun der Schutz vor Ausbeutung ist oder nicht eher der Garant einer Gesellschaft, in der Ausbeutung die Regel ist.

Mit Gruppen gegen Kapital und Nation