Studienreform – Mit Elan in das nächste Semester

Das Studiensystem muss für die Bildung mündiger Persönlichkeiten grundlegend verbessert werden. Zu diesem Schluss ist nun aufgrund von konsequenter Kritik (auch aus der Uni Hamburg) sogar die Kultusministerkonferenz (KMK) gekommen. Eine gemeinsame Erklärung dieser mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur „Europäischen Studienreform“ kommt nicht daran vorbei auf Forderungen nach der Überwindung des Bologna-Studiums einzugehen: Lockerung beim Creditpoint-System, Flexibilisierung der Bildungsverläufe, weniger Notenfixierung. Diese vorsichtigen Zugeständnisse bleiben jedoch weit hinter den eigentlich notwendigen Maßnahmen zurück – und auch hinter dem, was an der Uni Hamburg im nächsten Semester aufgrund von permanentem studentischen Engagement in der Studienreform schon Realität werden kann.


Durch eine universitätsweit geltende Prüfungsordnung, die im nächsten Semester an der ganzen Uni diskutiert wird, könnten bald schon unbegrenzte Wiederholungsversuche bei Prüfungen, ein Ende der Anwesenheitspflicht, ein ganzer notenfreier Bereich im Studium und das Ende von Zwangsexmatrikulationen in Sicht sein. Für das Studium bedeutet dies, dass es beim Forschen und Lernen wieder mehr um Bildung und Persönlichkeitsentwicklung als um das reine Abhaken von Modulanforderungen und Bulimie-Lernen für Klausuren gehen kann. Aber auch das reicht noch nicht aus, weswegen wir uns weiterhin in der Studienreform einsetzen für ein Studium in gesellschaftlicher Verantwortung mit Masterplätzen für alle ohne Creditpoint-Währung.

Erklärung "Europäische Studienreform" der KMK und HRK