Das Studierendenparlament hat auf Antrag das AStA den Haushalt der Studierendenschaft der Uni Hamburg beschlossen. Die größten Veränderungen in aller Kürze:

i) Fachschaftsräte

Zusammen mit den Mitteln für die Arbeit des Kern-AStA, der teilautonomen Referate und für allgemeine Kosten wird durch den Haushalt auch den Fachschaftsräten (FSRe) ein Jahresbudget zugeteilt. Die bisherige Verteilung ist in ohne nachvollziehbare Maßstäbe über die Jahre gewachsen, weshalb dieses Jahr eine Neuordnung vorgenommen wurde. Dabei hat jede Fachschaft ein Grundbudget von 800 Euro zur Verfügung, auf das eine von der Studierendenzahl abhängiger Anteil aufgeschlagen wird. Dabei steigt das Budget nicht linear mit der Studierendenzahl, sondern flacht zunehmend ab – so wird eine zu starke Ungleichheit abgefedert. Zusätzlich wurde die Summe aller FSR-Budgets um ungefähr 10% erhöht. Eine grafische Darstellung [1] der alten (blau) und der neuen (lila) Verteilung, sowie die Berechnungsformel [2], findet ihr am unteren Ende der Seite. So kann in Zukunft auf einer transparenten und veränderbaren Grundlage diskutiert werden, wie sich die Budgets der FSRe entwickeln sollen.

Gemeinsam mit der Neuberechnung hat sich das Studierendenparlament dazu entschieden, die Budgets untereinander deckungsfähig zu machen. So können Fachschaften bei einmaligen Anlässen und begründeten Überziehungen ihrer Budgets am Ende des Haushaltsjahres auf Gelder zugreifen, die sonst von anderen FSRen nicht genutzt werden würden. Das erfordert allerdings – stärker, als es bisher leider Realität ist –, dass Finanzanträge so früh wie möglich vor den geplanten Ausgaben gestellt werden.

ii) Beitritt zum fzs

Seit Oktober ist die Verfasste Studierendenschaft der Uni Hamburg Mitglied im freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs e.V.), dem Dachverband studentischer Interessenvertretungen. [3] Zusammen mit Kommiliton*innen von über 90 weiteren Hochschulen streiten wird dort gemeinsam für ein emanzipatorisches Wissenschaftsverständnis, kritische Bildung, soziale Öffnung und allgemein für eine demokratische Entwicklung der gesellschaftlichen Verhältnisse (www.fzs.de).

iii) AstA-Referate

Angepasst wurden auch die Töpfe der AStA-Referate: So haben wir aus den vielen bisherigen Einzelreferaten (Hochschulpolitik, Ökologie, Soziales, Antidiskriminierung etc.) größere Teams gebildet (bspw. Referat Hopo, Kultur, Öffentlichkeit), damit wir die verschiedenen Themen stärker gemeinsam und aus verschiedenen Perspektiven bearbeiten können. Das bildet sich dann natürlich auch im Haushalt ab.

[1] Abbildung

[2] 250 + 300 x ln(Studierendenzahl/15) + 0,35 x Studierendenzahl = Budget; mind. aber 800 Euro

[3] Stupa-Beschluss zum fzs-Beitritt: https://www.stupa.uni-hamburg.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Beschl%C3%BCsse/Legislatur_2016-2017/b1617-010-beitritt-zum-fzs.pdf