Undogmatisch-links zusammen arbeiten

Der neue AStA setzt sich zum Ziel, hochschulpolitische Arbeit wieder in den Fokus der Campusöffentlichkeit zu rücken und damit mehr Studierende für die verschiedenen Gremien der Universität zu begeistern und sie auch außerhalb der Universität zu politischem Handeln zu motivieren.

Der AStA der Uni Hamburg ist ein wichtiger Akteur der Hamburger Politiklandschaft und hat sowohl Möglichkeit als auch Pflicht, auf den innerstädtischen Diskurs Einfluss zu nehmen. Damit ist er ein wichtiger Katalysator für öffentliche Debatten.

Dies konnte in den vergangenen Jahren immer wieder eindrucksvoll gezeigt werden. Mit Kampagnen wie ‚Schlaflos in Hamburg‘ oder ‚NOlympia‘, wurde eine breite Öffentlichkeit erreicht. Der abgewählte Alt-AStA hatte sich jedoch im letzten Jahr stadtpolitisch immer weiter isoliert. Mit dem Ausschluss aus dem Hamburger Bündnis gegen Rechts, dem Ausstieg aus dem Jugendbündnis des DGB und auch aus nahezu allen großen Aktionen gegen den G20 Gipfel zeigte sich der geringe Rückhalt des SDS*- und CampusGrün-dominierten AStAs unter politisch Aktiven außerhalb des eigenen Dunstkreises. Dies wollen wir ändern.

Wir sehen zuallererst in einem gemeinsamen Campus-Festival, das am 13. und 14. Juli stattfinden soll, die Möglichkeit die Studierenden für Anti-Diskriminierung und Anti-Rassismus zu sensibilisieren und zu mobilisieren.

Eine Politisierung des Campus ist vor allem auch im Hinblick auf den Rechtsruck der Gesellschaft dringend von Nöten. Denn wir betrachten den Rechtsruck in Europa und auch in Deutschland als den sichtbaren Ausdruck einer politischen und wirtschaftlichen Krise, in der die gesellschaftlichen Probleme, die schon seit Jahren bekannt sind, gipfeln. Der Vertrauensverlust in die verschiedenen Institutionen, Parteien und Politiker:innen ist nicht neu; neu hingegen ist jedoch der radikale Umschlag des Diskurses hin zu rechtsoffenen und völkisch-nationalen Tendenzen. Nationalistische Turns als Form der Krisenbewältigung halten wir für grundlegend falsch. Deshalb treten wir für eine freie und offene Gesellschaft ein und legen unseren Fokus auf die Bildung und Entwicklung freier und frei denkender Menschen. Es ist unser Anspruch, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich jede und jeder frei von Zwängen bilden kann.