Bildungsproteste weltweit zur Kenntnis nehmen – Solidarität mit Studierenden in Chile!
16.01.2012Das Studierendenparlament der Universität Hamburg hat einen Antrag zu den studentischen Protesten in Chile beschlossen. Wir solidarisieren uns mit den engagiert und friedlich demonstrierenden chilenischen Studierenden und ihren Bildungsprotesten. Wir verurteilen die Gewalt während der Demonstrationen, die vor allem von der Polizei ausgeübt wurde sowie das von der Regierung erlassene Demonstrationsverbot.
Begründung:
Seit Mai 2011 protestieren Studierende und Schüler*innen gemeinsam mit ihren Familien und Professor*innen in Chile. Die Proteste haben internationale Aufmerksamkeit erregt und breite Teile der Bevölkerung politisiert. Es geht nicht nur um bessere Bildung, sondern vor allem um die Abschaffung der hohen Studiengebühren und darum, dass Jugendliche aus den armen Teilen der Bevölkerung endlich die finanzielle Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um ein Studium aufnehmen zu können. Denn: Chile ist eines der Länder mit der größten Abhängigkeit zwischen Einkommen der Eltern und Bildung. Dies sind keine spezifischen Probleme aus Chile, sondern globale Probleme, die auch an der Uni Hamburg zu finden sind – darum ist es sinnvoll, sich mit den Studierenden und ihrem Protest gegen diese Probleme zu solidarisieren. (§102 (2) 7. HmbHG)




