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Evaluation

Parallel zur Einführung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge soll auch ein flächendeckendes Evaluationssystem eingeführt werden, um positive und negative Aspekte der Studiengänge herauszustellen. Dies gilt natürlich auch für die Universität Hamburg und wir als AStA begrüßen eine flächendeckende Evaluation.

  • Wie ist der aktuelle Stand?

In einigen Fächern und Fakultäten wurden schon Evaluatiossysteme geprüft und eingeführt. Oftmals geschah und geschieht dies in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Evaluation, die ursprünglich an der EPB-Fakultät gegründet wurde (http://www.epb.uni-hamburg.de/evaluation). Allerdings gibt es auch viele Fächer und Fakultäten, die noch über kein Evaluationskonzept verfügen und somit keine Daten zu den Studienbedingungen erheben und analysieren können.

  • Was sollte eine Evaluation leisten?

Wir als AStA befürworten eine flächendeckende Evaluation, die anhand von vergleichbaren Evaluationskonzepten durchgeführt wird. Durch eine solche Evaluation kann das Studium nachhaltig verbessert werden, da viele Probleme bisher kaum aufgefallen sind oder bewusst totgeschwiegen wurden. Durch eine flächendeckende Evaluation wird gewährleistet, dass sowohl die Schwächen als auch die Stärken der Lehre erkennbar werden.

Allerdings sollen die Evaluationsergebnisse in den meisten Fächern nur intern verwendet werden, das bedeutet, dass nur die betroffenen Lehrenden sowie das Dekanat die Ergebnisse zu sehen bekommen. Unserer Ansicht nach sollten die Evaluationsergebnisse zumindest den Fakultätsräten vorgelegt werden, da eine Evaluation nur dann etwas bewirken kann, wenn Missstände auch bekannt werden. Schließlich haben gerade wir als Studierende ein großes Interesse daran, die Lehre zu verbessern. Durch die Evaluationsergebnisse würden wir erstmals belastbare Daten zur Lage der Lehre erhalten.

Eine flächendeckende Evaluation und eine Veröffentlichung der Ergebnisse sind, wie oben schon beschrieben, äußerst wünschenswert. Allerdings setzen wiruns  als AStA dafür ein, dass die Ergebnisse auch zu Konsequenzen führen. Führt man eine Evaluation nur durch, um Ergebnisse zu generieren, die dann keine Konsequenzen nach sich ziehen, so kann man sich eigentlich die komplette Evaluation sparen. Für uns vorstellbar wären etwa verbindliche Fortbildungsmaßnahmen des Lehrpersonals oder auch die finanzielle Förderung besonders guter Lehre. Zudem glauben wir auch, dass es sinnvoll sein könnte, dass die Lehrenden sich untereinander über ihre Konzepte austauschen und so miteinander voneinander lernen.

Zudem sollten Evaluationsergebnisse der Lehre unserer Meinung nach auch maßgeblich bei Berufungen von neuen Professorinnen und Professoren als Kriterium gelten, da hier bislang oftmals die fachlichen Aspekte vor einer Lehrqualifikation ausschlaggebend sind, auch wenn die Berufungsordnung klare Kriterien zur Berücksichtigung der Lehre nennt.

  • Was werden wir unternehmen?

Da die Evaluation an der Universität Hamburg nicht zentral organisiert oder zumindest gesteuert wird, gibt es keine zentrale Stelle, an die man sich wenden kann. Deshalb werden wir als AStA versuchen, die einzelnen Fakultäten und Fächer dazu zu bewegen, ein einheitliches und transparentes Evaluationssystem einzuführen. Dies muss in enger Zusammenarbeit mit den studentischen Vertretungen an den Fakultäten und den Fachschaftsräten erfolgen. Natürlich werden wir uns auch auf zentraler Ebene für die Verbesserung der Lage einsetzen und dort vor allem darauf drängen, dass sich die Universität selbst für ein einheitliches System einsetzt. Zudem werden wir auch darauf hinwirken, dass die Evaluationsergebnisse den Gremienvertreterinnen und -vertretern an den Fakultäten bekannt gemacht werden.

Nur eine flächendeckende, einheitliche Evaluation, die auch positive wie negative Konsequenzen nach sich zieht, kann dazu führen, dass sich die Lehre an der Universität Hamburg nachhaltig verbessert.