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Hochschulbau – wohin mit der Uni?!

Die Bausituation der Uni ist erschreckend. Der Campus der Uni Hamburg wird dominiert von verfallenen 70er-Jahre-Zweckbauten. Die Mehrheit der Unigebäude ist marode und Sanierungen sind seit Jahrzehnten überfällig. Doch stehen der Uni im Jahr lediglich 6,2 Millionen Euro für die Bauunterhaltung zur Verfügung – das reicht gerade eben, um dringende Löcher (zum Beispiel in den Dächern) zu stopfen. Senatorin Gundelach hat das Thema Hochschulbau endlich auf die Agenda gesetzt.


Folgende vier Szenarien werden aktuell geprüft. Wir haben euch dazu kurz in Stichworten Vor- und Nachteile aufgelistet. Eine abschließende Entscheidung für eines der Szenarien wird erst möglich sein, sobald die Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse vorliegen. Besonders wichtig ist uns, dass die Entscheidung zur Frage Bausituation im Sinne der Universität getroffen wird. Doch ab von den überschlagenen Kosten, den geschätzten Zeitplänen und anderen Daten, die hoffentlich bis Ende des Jahres vorliegen, möchten wir wissen, welchen Vorschlag ihr für den Besten haltet.

  • Komplette Sanierung der baufälligen Unigebäude

Vorteile: Relativ schnelle Umsetzbarkeit; die Studierenden müssen nur für eine relativ kurze Zeit in provisorische Räumlichkeiten umziehen, ggf. finden sich sogar Ausweichflächen auf dem Campus.

Nachteile: Lediglich Flickschusterei; die Räume entsprechen nicht mehr dem Bedarf, zusätzliche Flächen sind nicht eingeplant, müssten wahrscheinlich teuer in der Umgebung angemietet werden (wenn überhaupt freie Flächen vorhanden sind).

  • Teilumzug der in den baufälligen Gebäuden untergebrachten Institute

Vorteile: Kurzfristige Umsetzbarkeit (sobald Ausweichflächen gefunden sind).

Nachteile: Die Uni wird weiter zersplittert; Studierende müssen pendeln, um zu ihren Veranstaltungen zu kommen; neue Flächen müssen gefunden und angemietet werden; ggf. fallen Kosten für einen Umbau der neuen Gebäude an, damit diese für den Unibetrieb nutzbar sind; Interdisziplinarität ist gefährdet – sowohl in der Lehre als auch in der Forschung.

  • Abriss und Neubau der baufälligen Gebäude am gleichen Standort

Vorteile: Erhalt des Grindelviertels als studentisches Zentrum; Uni wird nicht weiter zerteilt; Raumaufteilung könnte dem Bedarf entsprechend gestaltet werden; konsequente Lösung für die marode Bausituation; Erhalt der gewachsenen Infrastruktur.

Nachteile: Kaum freie Flächen für die Deckung des zusätzlichen Platzbedarfs; der Campus verwandelt sich auf Jahre in eine Baustelle; Ausweichflächen müssen gefunden, angemietet und ggf. umgebaut werden; während der Abriss- und Bauphase müssen Studierende ggf. pendeln, Lärm und andere Störungen des Unibetriebes in Kauf nehmen; Umsetzung dauert lange; organisatorische Herausforderung.

  • Verkauf der bisherigen Gebäude, dafür Neubau und Umzug in die Hafen City

Vorteile: Ausreichend Fläche um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden; Neubau kann von vorneherein dem Bedarf entsprechend gestaltet werden (z. B. Räume für Kleingruppen, Veranstaltungen); Infrastruktur kann dem Bedarf entsprechend eingerichtet werden; der Bau beeinträchtigt den Unibetrieb nicht – sobald der neue Campus steht, ziehen die Einrichtungen um; konsequente Lösung für die marode Bausituation; nur ein Umzug – kein Hin und Her für die Studierenden; Umsetzung einfach kalkulierbar.

Nachteile: Infrastruktur muss neu geschaffen werden; bei wenigen der bisherigen Unigebäude gibt es bauliche Einschränkungen – könnte den Verkauf/ die Weiternutzung erschweren; Geschichte des Grindel als Univiertel – Stadtteilstruktur würde sich verändern.