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Aufruf zur Kundgebung: Studentische Verbindungen auflösen! Nationalismus raus aus den Köpfen!

13.06.2012

Der AStA hat für Samstag, den 16.6.2012 eine Kundgebung vor dem Haus der Burschenschaft "Germania Königsberg" in der Heimhuder Straße angemeldet.

Am nächsten Samstag, den 16. Juni, wollen norddeutsche Burschenschaften in Hamburg über ihren zukünftigen Kurs debattieren.

RECHTSRUCK DER BURSCHIS:
Beim letzten Burschentag der Deutschen Burschenschaft (DB) in Eisenach konnte sich der völkische, zur NPD hin offene, Flügel, nach jahrelangem Streit gegenüber dem konservativen Flügel durchsetzen. Dieser neue Kurs soll jetzt in Hamburg mit einem Grundlagenseminar verfestigt werden.

Seit Jahren ist die DB, einer der größten schlagenden Verbände von Studentenverbindungen, politisch zerstritten. Seit der Gründung pflegt man als Grundsatz einen „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“, welcher bisher immer eindeutig völkisch-rassistisch, also nach Abstammung definiert wurde. Bursche konnte lange nur werden, wer „volksdeutsch“ aussah und das Vaterland sei umgekehrt überall dort wo „volksdeutsche“ Minderheiten leben.

HAMBURGER VERBINDUNGEN:
Gastgebende Burschenschaft am 16. Juni ist die Burschenschaft Germania Königsberg zu Hamburg in der Heimhuderstraße, kommen sollen Burschenschafter der DB aus Hamburg, Braunschweig, Greifswald, Hannover, Kiel und Rostock. Als Referenten sind u.a. ein ehemaliger Nazikader, braune Burschen aus Österreich und ein Christdemokrat geladen.

Allerdings gehören sowohl die gastgebende Burschenschaft, wie auch einige eingeladene norddeutsche Burschenschaften, nicht dem rechtsradikalen Flügel an. Dies zeigt, dass man trotz allem Streit und öffentlich erklärten Distanzierungen, hinter den Kulissen auch weiterhin mit braunen Bundesbrüdern eng kooperiert.

KUNDGEBUNG: SAMSTAG, 16. JUNI, 10 UHR, HEIMHUDER STRAßE

KEINE ZUKUNFT DER VERGANGENHEIT!
Studentische Verbindungen stehen für ein konservatives und reaktionäres Weltbild, in dem Frauenfeindlichkeit, Sozialchauvinismus und Nationalismus fester Bestandteil sind. Die fehlende Abgrenzung zu extrem rechten bis neonazistischen Gruppen ist dabei kein Zufall, sondern macht die gemeinsamen inhaltliche und ideologische Bezugspunkte deutlich.
Um den rechten Umtrieben von Verbindungen an der Uni Einhalt zu gebieten, ist es nötig, politische Aufklärungsarbeit zu leisten. Diese elitären, sexistischen und nationalistischen Positionen gilt es deshalb zu benennen und öffentlich zu thematisieren. Wir wollen die Hamburger Burschenschafter nicht ungestört lassen, sondern unsere Kritik und Protest auf die Straße tragen!

STUDENTISCHE VERBINDUNGEN AUFLÖSEN!
SEXISTISCHE MÄNNERBÜNDE ZERSCHLAGEN!
NATIONALISMUS RAUS AUS DEN KÖPFEN!