Aus den HVV-Verhandlungen
13.07.2011Was heute als selbstverständlich gilt, wurde häufig von früheren Studierenden erkämpft. Dies gilt für die demokratische Mitbestimmung genauso wie für das Semesterticket. So auch in Hamburg, wo die Studierendenvertretung mit dem HVV 1994/1995 erstmalig ein Semesterticket für 199 Mark (ca. 102€) einführte.
Der Preis fürs Semesterticket lag und liegt aus mehreren Gründen deutlich unter dem Preis für ein reguläres Abo. Die LandesAstenKonferenz (LAK, Zusammenschluss aller Hamburger Asten), die mit dem HVV über das Semesterticket verhandelt, ist aktuell der größte Kunde des HVV und kann daher besondere Konditionen verhandeln.
Das Semesterticket verteilt die Kosten für Mobilität solidarisch unter allen Studierenden und trägt so zu einer sozialen und ökologischen Stadt bei.
Aktuell verhandelt die LAK mit dem HVV und der Wirtschaftsbehörde (welche dem HVV Richtlinien in Preispolitik vorgeben kann, da sie ihn subventioniert) über das Semesterticket für die nächsten beiden Semester. Der HVV hat in den aktuellen Verhandlungen eine Preissteigerung von 2,2% gefordert. Die Behörde für Wirtschaft und Verkehr fordert allerdings dazu noch einen „Strukturzuschlag“ von 1%, wodurch die Steigerung außerordentlich hoch ausfallen würde.
Die Verluste des HVV werden über eine allgemeine Subventionierung von der Stadt ausgeglichen, steigende Gebühren führen somit zu geringeren Subventionen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die Studierenden sollen hier mal wieder für die Konsolidierung des Haushaltes herangezogen werden.
Dieser Mehrforderung stellen wir uns entgegen. Die LAK hat einen offenen Brief an den Senator für Wirtschaft und Verkehr geschrieben und ihn aufgefordert einerseits offenzulegen, woraus sich dieser „strukturbedingte Zuschlag“ errechnet und andererseits die Erwartung formuliert, dass der Senat eine Politik verfolgt, die auf die soziale Lage von Studierenden Rücksicht nimmt und sie nicht einseitig zur Konsolidierung des Haushaltes heranzieht.
Preisentwicklung des Semestertickets
WiSe 2007/08 135,00€
WiSe 2008/09 139,70€
WiSe 2009/10 139,70€
WiSe 2010/11 144,30€
SoSe 2011/12 146,90€
Übrigens: Solltet ihr weit von einer regulären HVV-Station weg wohnen und nur ein Schnellbus in eurer Nähe sein, seid ihr potenzielle Kandidat*innen für das Schnellbusticket! Infos dazu findet ihr auf der AstA-Homepage!
Für Nachfragen und Anregungen Mail an:
Jan-Peter Jannack, Referent für Öffentlichkeit
Jan-Peter.Jannack@asta.uni-hamburg.de
- Dateien:
Aus_den_HVV-Verhandlungen.pdf258 K


