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Unterfinanzierung der Universität: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

16.11.2011

Der Konflikt um die Hochschulfinanzierung der Uni Hamburg wird zunächst vertagt. Die neue Vereinbarung zwischen Stadt und Uni sichert vorerst die Finanzierung der Uni und nimmt den schärfsten Kritikern den Wind aus den Segeln.

Präsident Lenzen und Frau Dr. Stapelfeld einigten sich nach Monaten des Streits auf eine langfristige Finanzierungszusage für die Universität. Der Akademische Senat unterrichtetet seine Mitglieder darüber, dass die Uni für die Jahre 2013 bis 2020 eine jährliche Zahlung von 280 Millionen Euro erhalten wird, bei einem Finanzierungszuwachs von rund 0,9 % pro Jahr.

Das sichert zunächst die bestehende Fächervielfalt und wirkt Ängsten derjenigen entgegen, die sich durch die ursprünglich geplanten Streichungen bedroht sahen. Auch die Kürzungen beim Studierendenwerk werden teilweise zurückgenommen.

Darüber hinaus war schon längere Zeit bekannt, dass die Studiengebühren zum Wintersemester 2012/13 abgeschafft werden. Hierfür wird die Universität Ausgleichszahlungen erhalten, die den Wegfall beinahe vollständig kompensieren.

Aus der Politik kam zudem das Signal, dass die Bologna Reformen einer Revision unterzogen werden sollen. Ferner wurde von der Politik anerkannt, dass ein einfacher Übergang vom Bachelor zum Master gewährleistet werden soll.

Ob all dies nun eine Wende in der Wissenschaftspolitik bedeutet, dies bezweifeln nicht nur wir als AStA, sondern auch die Student*innen auf dem Campus. Tatsächlich befürchten wir, dass das Problem der Unterfinanzierung nur in die Zukunft verlagert worden ist. Ein Hinweis dafür mag sein, dass jährliche Etaterhöhungen unterhalb der Inflation verlaufen.

„Auf der Vollversammlung vom 24.10.11 haben wir die Forderung bekräftigt, dass sich der Etat der Uni um 80 Millionen Euro erhöhen muss, wenn die Stadt sich wahrhaftig zu einem Wissenschaftsstandort entwickeln soll.  Nur auf diese Weise kann die Universität ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden,“ so Luise Günther, AStA-Vorstand.

Der AStA ist der Meinung, in die Uni zu investieren, bedeutet in die Zukunft zu investieren.

Für Nachfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Jan-Peter Jannack
Referent für Öffentlichkeit und Presse
jan-peter.jannack(at)asta-uhh.de