NOlympia: Warum die Studierenden der Uni Hamburg kein "Olympia" in Hamburg brauchen
28. April 2026
Aktuell werden Flyer zum Referendum zu Olympia versandt. Auch wir als AStA der Universität Hamburg sind dort mit einem Statement gegen Olympia in Hamburg vertreten.
Dort heißt es: "Weil die Uni Hamburg massiv kürzen muss, zieht das Studierendenwerk Mensapreise und Wohnheimmieten an. Gleichzeitig lebt mindestens ein Drittel aller Studierenden in Armut. Warum sollte man Studierenden in Hamburg helfen, wenn man das Geld für ein sog. Prestigeobjekt in die Elbe kippen kann?"
In der Kürzung der Zitate ist dem NOlympia-Bündnis hier scheinbar ein kleiner Dreher unterlaufen:
Natürlich hängen die Kostensteigerungen für die Studierenden in Mensa und in den Wohnheimen nicht direkt mit den Kürzungen an der Uni zusammen.
Der Senat kürzt hier nämlich direkt an zwei unterschiedlichen Stellen: Die Kürzungen im Budget der Universität entstehen vor allem durch den fehlenden Ausgleich der Kosten für IT-Infrastruktur und Lohnsteigerungen. Dass das Studierendenwerk nicht ausfinanziert und sich selbst überlassen wird, ist vom Budget der Uni unabhängig, folgt aber natürlich auch der Logik, dass der Sozialstaat abgebaut werden soll.
Geld für Olympia soll trotzdem da sein und die Regierungsparteien behaupten sogar, dass Olympia ein Gewinn für die Kassen der Hansestadt sei.
Dabei rechnet der Senat die Mehrkosten für bspw. Sicherheit in seinem Finanzkonzept nicht ein und auch andere Fragen bleiben unbeantwortet:
Weshalb wurde das Finanzkonzept nicht inflationsgerecht geplant?
Wie wird mit den Studis in den geplanten Wohnungen in der Science City Bahrenfeld verfahren, während in ihnen Freiwillige und Olympik:innen unterkommen sollen?
Droht Studierenden dann der Rausschmiss aus den Wohnungen, weil Olympia kommt oder will der Senat den Bezug der Wohnungen direkt auf nach Olympia verzögern und die Wohnungen leerstehen lassen.
Für uns bleiben noch immer Kernfragen der Olympiabewerbung ungeklärt, die Studierende in der Zukunft und in der Gegenwart direkt betreffen und deshalb bleibt für uns der Beschluss, den das StuPa im Antrag 2526/19 u. 2526/19.1 gefasst hat, bestehen und der AStA der Universität Hamburg sagt weiterhin "Nein" zu Olympia in Hamburg.
