Semesterbeitragserhöhung. Schon wieder?
23. August 2026
402 Euro für ein Studium an der Uni Hamburg im kommenden Wintersemester 2026/27. 402 Euro!
Diese schleichende Entwicklung der letzten Jahre ist alarmierend: Während der Semesterbeitrag im Wintersemester 2019/20 die 300 Euro-Marke knackte, übersteigt er nur 6 Jahre später bereits die 400-Euro-Grenze. Als Universität, die sich der „Der Forschung, Der Lehre, Der Bildung“ verpflichtet hat, muss es uns zutiefst beunruhigen, dass der Zugang auf ebendiese Bildung zunehmend vom Geldbeutel abhängt und erschwert wird.
Bereits 36% der Studierenden sind bereits von Armut betroffen. Unter den Studierenden, die allein oder in Wohngemeinschaften leben, sind es sogar 80%. Der öffentliche Nahverkehr wird teurer, was auch wir Studierenden anhand unseres Semestertickets zu spüren bekommen. Da der Preis für das studentische Ticket automatisch an den des Deutschland-Tickets gekoppelt ist (60 % des Originalpreises), steigen unsere Kosten unweigerlich mit. Bei Erhöhungen, die kein Ende nehmen wollen, fordern wir daher eine Entkopplung! Es kann nicht sein, dass Studierende finanziell diejenigen Lücken büßen, die eigentlich durch staatliche Mittel oder Zuschüsse der Stadt Hamburg gedeckt werden müssten.
Während Mietpreise explodieren, werden BAföG-Sätze gekürzt und während wir das Studierendenwerk finanzieren, müssen wir dabei zusehen, wie sich die Studienbedingungen zunehmend verschlechtern. Kürzungen und die Unterfinanzierung der Universität macht der Studienqualität und dem studentischen Campusleben zu schaffen und es macht sich ein Unmut darüber breit, mehr zu zahlen, während wir im Gegenzug weniger erhalten. Die Stadt Hamburg muss endlich aufwachen und für die vollständige Ausfinanzierung unserer Universität zu sorgen. Zugleich fordern wir die anteilige Erhöhung der BAföG-Sätze!
Der halbjährliche Semesterbeitrag wird für viele zu einem einschneidenden Ereignis, bei dem Studierende immer tiefer in den Geldbeutel zu greifen haben. Wir, als euer AStA, tragen die Entscheidung der Erhöhung nicht mit und legen mit Nachdruck Widerspruch ein. Wir werden uns weiterhin für die Studierendenschaft einsetzen, bis ein bezahlbares und damit gerechtes Studium für alle möglich ist.
Lasst euch nicht einschüchtern und widersetzt euch den ständigen Erhöhungen!
Kommt am 28. August 2026 zu unserer Kundgebung und geht mit uns am 26. November 2026 erneut auf die Straße, um laut zu werden gegen die Unterfinanzierung!
Verkürzte Öffnungszeiten für Bibliotheken, Streichung von studentischen Stellen und überfüllte Seminare erleben wir in unserem Studienalltag, während die Stadt Hamburg die Umverteilung der finanziellen Lasten auf Studierende verstärkt. Der systematische Abbau von Lehre und Bildung ist eine politische Entscheidung, die wir nicht akzeptieren und gegen die wir entschieden ankämpfen.
Für eine ausfinanzierte Universität und besser Arbeits- und Studienbedingungen!
Ihr steht unter finanziellem Druck? Wir lassen euch nicht allein.
Nutzt unsere verschiedenen Beratungsangebote oder informiert euch über die Möglichkeit eines AStA-Darlehens.
